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Thema: Glaube

Ich glaube, Menschen neigen dazu, nach Biegen und Brechen seine Umwelt in seinem Sinn zu beeinflussen. Schlägt das fehlt, so versucht er es mit irgendwelchen seltsamen Sachen, die mehr von Einbildung zeugen, alsdass sie einen wirklichen Effekt hätten. Man muss akzeptieren, dass es so ist, wie es ist.

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Es ist der zweite Ferientag. Samstagfrüh. Zu fünft sitzen wir in dem viel zu kleinem Auto und versuchen die viel zu intensive Hitze zu ertragen. Die Tatsache, dass ich zwischen meinen zwei Geschwistern hinten auf der Rückbank sitze, macht das Ganze nicht besser. Die Sonne blendet mich und mein T-Shirt klebt schon an meinem Rücken. Wiederlich.

"Mami, wann sind wir daaaa? Ich muss mal!", schreit mein kleiner Bruder mir ins Ohr. Unsere Mutter dreht sich zu uns mit genervtem Blick um. "Schau, wir können momentan nicht fahren. Wir stehen im Stau. Das dauert noch ein bisschen. Sobald wir die Möglichkeit haben, auf eine Raststätte zu fahren, machen wir das auch, ja Liebling?" Schmollend zieht mein kleiner Bruder einen Müsliriegel aus einer Tüte. Den stopft er sich in den Mund. Mit Schokoladenverschmiertem Gesicht wendet er sich der Seitentpr zu und zieht den Aschenbecher auf. Und wieder zu. Und auf. Und zu. "Lass das!", motze ich ihn an und versuche seine kleinen Ärmchen von dem Aschenbecher fernzuhalten. Doch es nützt nichts. Unerbittlich klappert es im Auto: Auf und zu. Auf und zu. Klapp, Klapp. Klapp, Klapp.

Auf der anderen Seite von mir, fängt jetzt meine kleine Schwester mit dem Gejammer an: "Mamiii! Er soll damit aufhören. Ich verstehe miene Musikkassette gar nicht mehr." Wieder dreht sie sich um. Deutlich gestresster als zuvor sagt sie zu meinem kleinen Bruder: "Lass bitte den Aschenbecher in Ruhe. Nicht, dass er kaputt geht." - "Aber ich will doch nur helfen...", nölt der los und klappert weiter. Was haben meine Eltern bei dem bloß falsch gemacht, frage ich mich und stöhne genervt auf. Klapp, Klapp. Jetzt reichts. "Junge, hörst du mal auf, uns alle in den Wahnsinn zu treiben?! Wieso zum Teufel machst du das?"

Mein kleiner Bruder blickt ängstlich zu mir hoch. "Das Auto fährt dann schneller.", meint er. "Was?" Völlig irritiert schaue ich ihn an. "So ein Quatsch", sage ich, "Du hättest nur gerne, dass das Auto schneller fährt!"

Ich schüttel den Kopf.

Klapp, Klapp.

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Gute Nacht, Jimmy

~Nichts ist leichter als so zu schreiben, daß kein Mensch es versteht.~ Arthur Schopenhauer

25.9.09 23:21
 


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